Forschungsschwerpunkte

Die Forschung in diesem Bereich verbindet makro-analytische Perspektiven auf globale Institutionen und Regime mit mikro-orientierten Studien zu Akteuren, Präferenzen und Verteilungskonflikten. Ein zentrales Interesse gilt der Frage, wie politische Ungleichheiten sichtbar gemacht, repräsentiert oder unsichtbar gehalten werden, etwa in internationalen Organisationen, Kooperationsforen und Formen internationalen Parlamentarismus. So wird beispielsweise untersucht, wie Regierungen und Parteien im Globalen Norden und Süden parlamentarische Delegationen zusammenstellen, welche Formen von Ungleichheit (ökonomisch, politisch, kulturell) sie auf internationaler Bühne thematisieren und welche sie ausblenden. Ein wiederkehrendes Motiv ist die Analyse vernetzter Politik: Wie sind Staaten, Eliten und gesellschaftliche Akteure in globale Governance- und Interdependenznetzwerke eingebettet, und wie prägen Netzwerkpositionen Einfluss, Verwundbarkeit und Repräsentation? Methodisch arbeiten wir empirisch-analytisch mit einem pluralen Instrumentarium, das vergleichende Fallstudien, Umfragen und Dokumentenanalysen ebenso umfasst wie Verfahren der sozialen Netzwerkanalyse und die Auswertung größerer Datensätze.