Forschung am Lehrstuhl
Die Forschungsagenda befasst sich mit der politischen Ökonomie von Entwicklung und Regierungsführung in verschiedenen Regionen der Welt, wobei ein besonderer Schwerpunkt darauf liegt, wie politische Institutionen, soziale Strukturen und öffentliche Politik Prozesse des wirtschaftlichen und politischen Wandels prägen und von diesen geprägt werden. Die am Lehrstuhl durchgeführten Forschungsarbeiten erstrecken sich über mehrere Regionen der Welt, darunter Lateinamerika, Subsahara-Afrika und Südasien, und befassen sich mit einer Vielzahl von Themen: internationale Klimaverhandlungen und Kohlenstoffmärkte; die politischen Folgen von Geldtransferprogrammen; die Entwicklung und Transformation lokaler Governance-Institutionen; Wiederaufbau und Staatsbildung nach Konflikten; die Auswirkungen internationaler Hilfe auf politische, wirtschaftliche und soziale Ergebnisse; sowie die Politik der Korruptionsbekämpfung und der Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen. Methodisch stützen sich die Mitglieder des Lehrstuhls auf viele verschiedene Forschungsstrategien, darunter eigene Umfrageforschung, Umfrage- und Conjoint-Experimente, quasi-experimentelle Analysen unter Verwendung von Primär- oder Sekundärdaten sowie ethnografische Feldforschung.
Lehre am Lehrstuhl
Das Lehrangebot des Lehrstuhls bietet eine fundierte und vielfältige Auseinandersetzung mit der politischen Ökonomie von Entwicklung, Demokratie und öffentlicher Politik, wobei der Schwerpunkt auf verschiedenen Regionen der Welt liegt. In den Kernvorlesungen werden den Studierenden grundlegende analytische Instrumente vermittelt, darunter ökonomische Ansätze zu Entwicklung, Nachhaltigkeit und Public Choice. Auf dieser Grundlage vertiefen die von den Mitgliedern des Lehrstuhls angebotenen Seminare spezielle thematische und regionale Bereiche: die politische Ökonomie der rechtsextremen Mobilisierung im Globalen Süden, die politische Ökonomie der Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen, die Dynamik von Ungleichheit unter verschiedenen politischen Regimes sowie das Zusammenspiel von Demokratie, Repräsentation und Entwicklung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Die regionalen Spezialisierungen umfassen Lateinamerika, Subsahara-Afrika und Südasien und behandeln Themen wie Regierungsführung und institutionelle Entwicklung, das Erbe des Kolonialismus und Strukturwandel, Politik im Bereich der natürlichen Ressourcen, Rechenschaftspflicht, Konflikte, staatliche Kapazitäten und die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen. Zusammen vermitteln diese Angebote den Studierenden konzeptionelle, empirische und vergleichende Instrumente, um zu analysieren, wie politische und wirtschaftliche Kräfte Entwicklungsverläufe und demokratische Ergebnisse weltweit prägen.